Die Schweiz als Konsumland

Die Schweizer sind allgemein sehr konsumorientiert. Beim Einkauf achten sie in erster Linie auf Qualität und ein übersichtliches Sortiment.

Hohes Qualitätsbewusstsein

An erster Stelle steht bei der Schweizer Konsumbevölkerung das Qualitätsbewusstsein. In den vergangenen zehn Jahren hat sich bei der Auswahl der Produkte das Internet durchgesetzt. Vor allem im Textilhandel und in der Elektronikindustrie setzten die Schweizer auf Online-Informationen. Zu den Kriterien, nach denen die Produkte und die Händler ausgewählt werden, zählen die Qualität, das Sortiment sowie die Nachhaltigkeit. Zudem achten vor allem ältere Konsumenten verstärkt auf eine gute Servicequalität.

Bei der Qualität ist den Schweizern in erster Linie die Regionalität der Produkte wichtig, was in erster Linie für Lebensmittel gilt, wie Fleisch oder Milchprodukte. Viele Konsumenten nehmen für den Erwerb heimischer Produkte sogar einen höheren Preis in Kauf.

Der private Konsum hat in der Schweiz einen Anteil von 53,7 Prozent am Bruttoinlandsprodukt und stellt damit eine der wichtigsten Säulen der Schweizer Wirtschaft dar. Im Jahr 2017 betrugen die privaten Konsumausgaben 358 Milliarden Schweizer Franken. Rund die Hälfte des privaten Konsums floss dabei in die Bereiche Wohnen, Lebensmittel und Gesundheitspflege. Die Lebenserhaltungskosten sind in der Schweiz im Vergleich zu den EU-Ländern sehr hoch. Das Preisniveau lag 2016 in der Schweiz um 67 Prozent höher als in den EU-Staaten. Daher sind die Konsumausgaben insgesamt in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen.

In der Schweiz beklagt man vor allem das sich ständig ändernde Preisniveau einzelner Produkte, obwohl die Inflationsrate in den letzten Jahren vergleichsweise gering war. Die Schweizer müssen hauptsächlich für ausländische Markenprodukte viel mehr bezahlen, als die Konsumenten in anderen Ländern.

Doch die Schweizer sind vor allem beim Lebensmittelkonsum sehr heimatbewusst. Vier Fünftel des Fleischkonsums stammen aus einheimischer Produktion.

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